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Corona & nachhaltiges Wirtschaften

Am Montag, 18. Mai 2020 um 18 Uhr, veranstaltete der Verein für nachhaltiges Wirtschaften eine Online-Podiumsdiskussion zum Thema „Die Corona-Krise als Chance für nachhaltiges Wirtschaften?“. Der Event wurde in Kooperation mit Nachhaltig in Graz, oikos Graz, Zero Waste Austria, RCE Graz-Styria und Gemeinwohl-Ökonomie präsentiert. Podiumsgäste: Thomas Winkler (Apflbutzn Faires Gwand OG), Sarah Reindl (Verein für nachhaltiges Wirtschaften) und Viktor Larissegger (Wirtschaftskammer Steiermark)

Die Krise und die Wirtschaft

Alle sind sich einig: Die Krise treffe nachhaltige wie nicht nachhaltige Betriebe – besonders jene, die vom sozialen Leben profitieren. Denn, die klassischen Shopping-Touren und das Flanieren seien stark zurückgegangen, die Kund*innen tätigen gezieltere Einkäufe. Sarah Reindl stellte jedoch fest, dass vor allem jene Betriebe, die in das soziale Miteinander und ihre Stammkundschaft schon vor Corona investiert hatten, die Verluste teils kompensieren konnten. WKO-Regionalstellenleiter Viktor Larissegger fügte hinzu, dass es in der jetzigen Phase der Krise immer noch darum gehe, möglichst alle Unternehmen gleichermaßen zu unterstützen. Nachhaltigkeit werde innerhalb der WKO jedoch immer wichtiger.

Optimismus – was sonst?

Auch, wenn die tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen erst im Herbst sichtbar werden würden, appellierte das Podium zu vorsichtigem Optimismus. Gelinge es nun, durch Initiativen für mehr Regionalität sowie den Ausbau von Online-Shops, die lokale Wirtschaft zu stärken, seien nachhaltig positive Auswirkungen denkbar. Wichtig sei, Nachhaltigkeit „ansprechend und konkurrenzfähig“ zu machen.

Fazit

Für eine nachhaltige Zukunft bräuchte es sowohl die Konsument*innen als auch die Politik, resümierte Thomas Winkler. Eine verpflichtende jährliche Nachhaltigkeitsbilanz könne laut Sarah Reindl zukünftig auch eine Rolle spielen. Jene Unternehmen, die ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig sind, können Krisen in Zukunft besser überstehen. Kreative und innovative Vordenker*innen seien gefragt. Nachhaltige Betriebe sollten als Best Practice Beispiele vor den Vorhang geführt werden, um aus den kleinen spürbaren Richtungsänderungen einen größeren Wandel in Richtung nachhaltigem Wirtschaften zu schaffen.